Informationen zur Rasse

Diese Rasse hat eine stetig wachsende Fangemeinde und gehört mancherorts schon fast zum alltäglichen Straßenbild. Dabei ist der Rhodesian Ridgeback nach wie vor ein Fremder in unserer modernen Menschenwelt, auch wenn die Hunde, mit denen wir heute hier in Europa leben, keine Löwenjäger mehr sind.

Geschichte: Die Urahnen dieser Rasse stammen von Hunden der Pioniere der Kap-Kolonie ab, die sich mit den domestizierten Hottentotten-Hunden vermischten. Diese hatten damals schon den der charakteristischen Rückenkamm, für den der Ridgeback heute so berühmt ist. Der Rassestandard wurde 1924 offiziell anerkannt.

Typ: Jagdhund, Wachhund, Begleithund
Fell: Kurz, dicht glatt, ohne Unterwolle.
Farbe: Weizengelb und alle Rottöne.
Größe und Gewicht: Schulterhöhe von 69 bis 69 cm, Gewicht: 29 bis 42 kg
Gut geeignet für: Menschen die den Hund wohlwollend und gelassen führen können.

Wer sich bereits im Alltag überfordert fühlt, sollte von dieser Rasse besser Abstand nehmen. Das gilt auch für ausgesprochen harmoniebedürftige Menschen, die leiden, dass ihr Hund nicht jeden mag.
Anfällig für: Dermoid Sinus (Störung in der embryonalen Entwicklung, bei der eine Hauteinstülpung im Bereich des Rückens bis zum Rückenmark wachsen kann)
betroffene Welpen müssen operiert werden, sind anschließend aber beschwerdefrei. Im Gegensatz zu ihrer ursprünglichen Bestimmung müssen sie bei uns auch in dicht besiedelten Gebieten ohne Konflikte mit Menschen und Artgenossen leben. Ein Ridgeback, wie er sein sollte ist zurückhaltend, erhaben, mutig, würdevoll, sensibel, ohne Scheu und ohne Aggression. Allerdings bedeutet „mutig sein“ nichts anderes als die Bereitschaft, Konflikte auszutragen. Viele Hundebesitzer hoffen zwar, dass ihr Hund erst dann mutig wird, wenn es aus Menschensicht angebracht ist. Doch Hunde handeln nun mal aus Hundesicht, und deshalb ist der mutige Ridgeback nichts für Menschen denen Harmonie über alles geht, und die am liebsten niemals anecken wollen.

Als echter Spätzünder ist der Rhodesian Ridgeback erst mit drei Jahren wirklich erwachsen und charakterlich stabil – und so mancher Rhodesia – Besitzer wartet darauf das ganze Hundeleben lang vergeblich.

Die spätreifen Hunde überraschen ihre Besitzer ungefähr drei Jahre lang mit neuen Reaktionen auf altbekannte Situationen. Hier ist Führung gefragt, um den Hund in einer Welt anzuleiten, an die er nur schlecht angepasst ist. Konkret bedeutet das eine lange Zeit der Aufmerksamkeit und Geduld sowie Arbeit an der langen Leine.
Denn die sensiblen Hunde reagieren bereits auf geringsten Veränderungen ihres Umfelds und zeigen oft gerade bei plötzlich auftretenden Reizen, was tatsächlich in ihnen steckt: Reaktion, für welche die meisten Zweibeiner eindeutig zu langsam sind.